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  • Isabelle Wyss

Yoga und die Elemente

Aktualisiert: 2. Nov.



In den vergangenen Wochen haben wir uns mit den Elementen befasst und entsprechende Atem- & Körperübungen zur Stärkung des jeweiligen Elementes geübt. Nachfolgend nochmals eine Beschreibung, wie die Elemente in uns wirken, und somit welchen Einfluss diese auf uns haben können.


In der Natur kommen 4 Elemente (plus Aether) vor - im Yoga werden diese Maha Bhutas genannt. Diese können als das Fundament des gesamten physischen Universums bezeichnet werden. Bei näherer Betrachtungsweise findet man sie auf kleinstem Raum auch im Mensch wieder. So finden wir das Elemente Erde (Prithivi) in unseren Knochen, Sehnen und Bänder. Das Feuer (Tejas) entspricht der Körperwärme, die sich je nach Situation erhöhen kann, das Element Wasser (Apas) finden wir in unserer Körperflüssigkeit (Blut, Tränenflüssigkeit, Lymphflüssigkeit, Urin…), Luft (Vayu) ist v.a. im Lungenbereich angesiedelt und versorgt den Körper mit Prana. Das 5. Element - Raum / Aether (Akasha) hat die Aufgabe, die 4 Elemente zu verbinden. So sind die Zustandsformen dieser Elemente entsprechend unterschiedlich. Sie reichen von fest, flüssig, gasförmig, plasma (z.B. Sonne) oder ätherisch. Setzt man sich näher mit den Elementen auseinander, stellt man fest, dass sie auch psychologische Entsprechungen aufweisen, die wiederum bestimmte Gefühlsqualitäten bzw. geistige Zustände beschreiben.


Hier eine kleine Uebersicht:


Erde - steht für

… die physische Welt (gesunder Menschenverstand, Festigkeit, Beständigkeit, Ausdauer, Ruhe)

Wasser - steht für

… Prana, das fliessen soll Hingabe, loslassen, Vertrauen, Kreativität

Feuer - steht für

Emotionen, Durchsetzungsvermögen, Begeisterung, Enthusiasmus, Erfolg haben wollen, Macht, Wut

Luft - Herz steht für

… Liebe, Freude, Weite, Flexibilität, Offenheit, Leichtigkeit

Aether (Akash) - steht für

… Verbundenheit, Kommunikation, Bewusstsein, Erkenntnis


Genau wie Körper, Geist und Seele untrennbar miteinander verbunden sind, sind es auch die 4 bzw. 5 Elemente. Da jedes Element gleichermassen wichtig ist, ist ein harmonisches Zusammenspiel von grosser Bedeutung. Ein „zuviel“ oder “zuwenig“ vom einen Element, kann die anderen Elemente beeinflussen, was wiederum eine Auswirkung auf unser Wohlbefinden hat.


Zum Beispiel führt ein zu hohes Sicherheitsbedürfnis (Erde) zu mehr Festigkeit. Ein Zuviel an Festigkeit für zu Starrheit, engt ein und führt in der Folge zu verminderter Beweglichkeit. Der daraus resultierende hohe Muskeltonus (-spannung) vermindert die physische Beweglichkeit und reduziert somit die Flexibilität und schränkt somit auf physische Handlungsfähigkeit ein. Auf geistig/mentaler Ebene wird die Flexibilität beeinträchtigt, wenn ein „schwarz/weiss-Denken bzw. ein Denken in Muster & Dogmen vorherrscht.


Schrenken wir uns zu sehr ein, wirkt sich auf dies auf unsere Entscheidungsfreudigigkeit aus. Wir kommen in einem solchen Fall weniger „vom Fleck“, und laufen Gefahr, aufgrund mangelnder Spontanität eine Möglichkeit zu verpassen, die uns Freude machen würde oder einen Fortschritt brächte.


Mehr oder weniger Wasser würde z.B. bedeuten - sich gut abgrenzen zu können und somit weniger Energieverlust.


Mehr oder weniger Feuer würde bedeuten, dass man in seinen Handlungen überlegt ist - dass die Tatkraft nicht verherend in irgend einer Form ist.


Mehr oder weniger Luft - weniger würde bedeuten, weniger kühl zu sein, weniger kalkuliert zu sein mehr aus der Tiefe heraus


Wenn es darum geht, mehr Gleichgewicht zu finden, kann das Herbeiziehen dieses Wissen unterstützend wirken.


(persönliche Zusammenfassung aus einer Lektion von Nina Heitmann)





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